Wirkstoffe

Botulinumtoxin oder Hyaluronsäure?

Die Anwendung dieser beiden Substanzen ist grundlegend unterschiedlich. Sie können sich aber hervorragend ergänzend. Nach einer kleinen Einführung zu Botulinumtoxin (umgangssprachlich auch Botox genannt) und Hyaluronsäure (auch Filler genannt) gehen wir auf die einzelnen Behandlungsbereiche ein, um die Möglichkeiten weiter zu erklären.

Botulinumtoxin

Botulinumtoxin (im Umganssprachlichen auch Botox genannt) ist ein Nervengift, das durch seine hohe Verdünnung und in geschulten, fachkundigen Händen bei vielen Indikationen genutzt werden kann. Ursprünglich wurde dieses „Gift“ in verdorbenen Fleischkonserven durch ein Bakterium entdeckt und für den Menschen nutzbar gemacht.

Mittlerweile wird es in Laboren hergestellt und steril verpackt in kleinen Glasfläschchen vertrieben, so dass wir uns von den Fleischkonserven weit entfernt haben. Die erste medizinische Anwendung von Botulinumtoxin erfolgte in der Augenheilkunde bei Schielenden in die Augenmuskulatur und wurde in viele weitere Fachbereiche und auch in die Ästhetik weiter verberitet. Besonders in der Neurologie wird Botulinumtoxin bei Indikationen wie z.B. Spastiken nach Schlaganfall, Kopffehlstellungen, chronischer Migräne oder übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) eingesetzt.

Ziel von Botulinumtoxin ist es einen Muskel (krank oder gesund) zu schwächen, um die ungewollte Funktion wie z.B. die damit zusammenhängende Faltenbildung, zu reduzieren oder gar komplett zu verhindern. Die Überleitung vom Nerv zum Muskel wird dadurch zeitweise unterbrochen. Nach ca. 3-4 Monaten (je nach individueller Stoffwechsellage) wird Botulinumtoxin vom Körper abgebaut und die Funktion der Nerven-Muskel-Verbindung mit ihrer ursprünglichen Funktion wieder hergestellt.

 

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure (oder auch als Filler bekannt) ist ein körpereigenes Material, das synthetisch im Labor unter sterilen Bedingungen hergestellt wird. Jeder Mensch hat Hyaluronsäure unter bzw. in den Hautschichten. Sie verleiht unserer Haut Elastizität indem sie Wasser aufnehmen kann und diese bindet. Außerdem führt sie in den Bindegewebszellen zu einer Kollagenneubildung, versorgt die Haut mit Nährstoffen und bindet freie Radikale, um schädliche Umweltfaktoren die auf die Haut einwirken zu mildern.

Im Lebensverlauf nimmt unser körpereigene Hyaluronsäure ab und die Spannkraft der Haut nimmt ab. Es bilden sich Falten, die Gesichtskonturen werden formloser und die jugendlichen, vollen Wangen nehmen ab.

Wir bieten Ihnen an, den Hyaluronsäureverlust im Gesichtsbereich durch Injektionen von vernetzter Hyaluronsäure wieder auszugleichen. Sie legen selbst fest, welche Bereiche sich verändert haben. Vielleicht vergleichen Sie sich selbst einmal auf alten Fotographien, um die Veränderungen im laufe der Jahrzehnte eigenständig beurteilen zu können. Gerne können Sie alte Fotos zum Termin mitbringen und wir erstellen Ihren individuellen Behandlungsplan.

Wir arbeiten mit monophasischen Hyaluronsäure-Präparaten von bewehrten Pharmaunternehmen. Der Vorteil von monophasischen zu biphasischen Präparaten ist, dass sich keine Knötchen bilden (vor allem wenn oberflächlich injiziert wird) und die Hyaluronsäure in seiner Trägersubstanz gut verteilt und moduliert werden kann. Ein schönes, natürliches Ergebnis mit hoher Behandlungs-Sicherheit ist uns wichtig. Im Gegensatz zu den Hyaluronsäure-Cremes, die unvernetzte Hyaluronsäure enthalten und nur Oberflächlich wirken können, kann unsere zu injizierende vernetzte Hyaluronsäure sich mit der körpereigenen vernetzten Hyaluronsäure verbinden und sich in den eigenen Körper integrieren. Diese hält, je nach Viskosität des gewählten Präparates und des individuellem Stoffwechsels, bis zu ein Jahr.

Wie der Name „Filler“ schon sagt, können eingefallene Bereiche, die ihr Volumen und Elastizität verloren haben, wieder „aufgefüllt“. Gerne beraten wir Sie individuell bei einem Termin und erstellen Ihren individuellen Regenerationsplan.